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Pforzheim 2045 – Die Goldstadt im Wandel

Das Zukunftsbild Pforzheim 2045 zeigt, wie die „Goldstadt“ zu einem grüneren, verkehrsfreundlicheren und sozialeren Stadtraum werden kann. Die Vision verknüpft grüne Infrastruktur, neue Mobilitätsmuster und öffentliche Räume und macht sichtbar, wie Transformation in einer mittelgroßen Stadt aussehen kann – lebendig, nachhaltig und für alle nutzbar.

Zwischen Industriegeschichte und urbaner Zukunft

Pforzheim ist eine Stadt mit großer Geschichte und zentraler Lage im Südwesten Deutschlands. Bekannt als „Goldstadt“ wegen ihrer traditionsreichen Schmuck- und Uhrenindustrie, steht sie gleichzeitig für die Herausforderungen mittelgroßer Städte im 21. Jahrhundert: Strukturwandel, Verkehr, Klimaanpassung und neue Qualitäten des öffentlichen Raums.

Das Zukunftsbild „Pforzheim 2045“, Teil des Zukunftsbilder 2045-Projekts, verknüpft diese Themen zu einer positiven Vision: Eine Stadt, die ihre Industrie-Identität mit grünen Qualitäten, nachhaltiger Mobilität und lebendigen öffentlichen Räumen verbindet. Die Darstellung zeigt nicht nur morphologische Veränderungen, sondern eine Stadt, die wieder Raum für Menschen schafft.

Grünräume als urbane Infrastrukturen

Ein zentrales Element der Vision ist die Integration neuer Grünräume. Durch urbane Begrünung, vielschichtige Vegetationsflächen und entsiegelte Plätze wird der Stadtraum kühler, klimafester und attraktiver für verschiedene Nutzungen – von Begegnung über Erholung bis Kultur. Diese Elemente entsprechen modernen Konzepten der Stadtplanung, die Grünflächen nicht nur als Schmuck betrachten, sondern als funktionale Infrastruktur für Gesundheit, Mikroklima und gesellschaftliche Teilhabe.

Pforzheim

Pforzheim 2025 – urbane Landschaft mit Straßen, konventionellen Gebäuden und wenig Begrünung. Pforzheim 2045 – nachhaltige Stadtvision mit begrünten Dächern, urbanen Erholungsräumen und innovativen Mobilitätslösungen.

Pforzheim 2045 by Reinventing Society & loomn (CC BY-NC-SA 4.0, Foto: Jens Alemann)

Mobilität neu denken

Auch die Mobilität spielt eine zentrale Rolle im Zukunftsbild. Der motorisierte Verkehr verliert seinen dominierenden Raum zugunsten von sicheren Wegen für Fußgänger:innen, Radfahrende und effizientem Nahverkehr. So entstehen Plätze und Straßen, die nicht nur Verbindungspunkte sind, sondern Erlebnisräume, Begegnungsorte und Orte des Alltags. Diese Veränderungen illustrieren, wie Stadtentwicklung sozial und ökologisch zusammengedacht werden kann.

Transformation ohne Verlust der Identität

Im Zukunftsbild bleibt Pforzheim als Goldstadt erkennbar – mit seiner Lage am Zusammenfluss von Enz, Nagold und Würm und seiner historischen Substanz – doch es wächst zu einer Stadt, die Lebensqualität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft stärker in den Mittelpunkt rückt. Durch die Verbindung von Stadtbild, Natur, Mobilität und öffentlicher Nutzung entsteht ein urbaner Raum, der funktional und gleichzeitig einladend ist.

Pforzheim Zerrennerstraße

Pforzheim Zerrennerstraße 2025 – breite Straßen, konventionelle Gebäude und wenig Begrünung. Pforzheim Zerrennerstraße 2045 – nachhaltige Stadtgestaltung mit begrünten Fassaden, urbanen Parks und autofreien Wegen.

Pforzheim Zerrennerstraße  2045 by Reinventing Society & loomn (CC BY-NC-SA 4.0, Foto: Jens Alemann)

Unser Beitrag: Visualisierung als Impuls

Als Teil der Realutopien-Sammlung wurde dieses Zukunftsbild gemeinsam mit Reinventing Society entwickelt. Wir von loomn / Zukunfts-Perspektiven haben die grafische Visualisierung umgesetzt – mit dem Ziel, die beschriebenen Ideen nicht nur verständlich, sondern anschaulich, atmosphärisch und emotional erlebbar zu machen.

Unsere Aufgabe war es, konkrete städtische Transformationen in eine visuelle Sprache zu übersetzen, die Motivation schafft, ins Gespräch bringt und zur Diskussion anregt. Dabei entstehen keine fertigen Entwürfe, sondern Bilder, die Denkräume öffnen: Wie könnte Pforzheim sein, wenn Nachhaltigkeit und Gemeinschaft klimafreundlich gestaltete Räume prägen?

Warum Zukunftsbilder wirken

Das Zukunftsbild Pforzheim 2045 geht über klassische Stadtplanung hinaus. Es zeigt, wie eine Stadt mit ihren eigenen Stärken und Herausforderungen ein lebendiges, nachhaltiges und resilientes Zukunftsbild entwickeln kann. Diese Visualisierungen sind keine Utopien von morgen, sondern helfen heute, Klarheit über mögliche Wege in die Zukunft zu gewinnen.

Sie eröffnen einen konstruktiven Diskurs über urbane Qualität, Mobilität und Gemeinschaft – und zeigen: Veränderung ist möglich, wenn wir sie gemeinsam denken und gestalten.

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