Wilhelmshaven steht seit Jahrzehnten für Energie, Hafenwirtschaft und industrielle Infrastruktur. Die Stadt ist geprägt von Kraftwerken, Leitungen, Umschlagflächen und technischer Großstruktur – und zugleich ein Ort, an dem die Energiewende bereits heute sichtbar wird.
Das Zukunftsbild „Wilhelmshaven 2045“ greift dieses Potenzial auf und zeigt, wie sich ein bestehender Energiestandort weiterentwickeln kann: weg von reiner Industriefläche, hin zu einem integrierten, nachhaltigen Energie- und Stadtraum.
Transformation statt Tabula rasa
Im Zentrum der Vision steht nicht der Abriss, sondern die Weiterentwicklung bestehender Infrastruktur. Technische Anlagen, Energieflächen und Hafenareale werden nicht verdrängt, sondern neu interpretiert und ergänzt. So entsteht ein Zukunftsbild, das Wandel als evolutionären Prozess versteht: Bestehendes bleibt sichtbar, bekommt jedoch neue Funktionen, neue Maßstäbe und eine stärkere Verbindung zur Stadt.
Diese Haltung spiegelt eine zentrale Erkenntnis der Energiewende wider: Nachhaltigkeit entsteht dort, wo vorhandene Systeme intelligent weitergenutzt werden.
Wilhelmshaven
www.realutopien.de | Energievision Niedersachsen, Zukunftsbild 2045 | Reinventing Society & loomn (CC BY-NC-SA 4.0, Foto: Tobias Bruns)
Energie wird Teil des Stadtbilds
Wilhelmshaven 2045 zeigt Energie nicht als abgeschottete Funktion, sondern als lesbaren Bestandteil des öffentlichen Raums. Technische Strukturen werden in eine gestaltete Umgebung eingebettet, Grünräume und Wege schaffen Übergänge zwischen Industrie, Hafen und Stadt.
So entsteht ein neues Verhältnis zwischen Energieproduktion, Arbeitswelt und Alltag. Energie wird sichtbar, verständlich und akzeptiert – nicht als Störfaktor, sondern als Grundlage einer zukunftsfähigen Region.
Ein Bild im Kontext der Energiewende
Als regional verankerter Energieversorger begleitet EWE AG seit Jahren den Wandel der Energiesysteme im Nordwesten. Das Zukunftsbild Wilhelmshaven 2045 knüpft an diesen Kontext an: Es zeigt eine Region, die ihre Rolle im Energiesystem weiterdenkt – resilient, erneuerbar und langfristig orientiert.
Dabei geht es nicht um konkrete technische Lösungen, sondern um ein räumliches Zukunftsnarrativ: Wie kann ein Energiestandort aussehen, der Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Lebensqualität miteinander verbindet?
Warum solche Zukunftsbilder wichtig sind
Große Transformationsprozesse wie die Energiewende werden oft abstrakt diskutiert – in Zahlen, Zielen und Szenarien. Zukunftsbilder wie Wilhelmshaven 2045 übersetzen diese Debatten in konkrete Räume. Sie machen sichtbar, wie Wandel aussehen könnte, ohne ihn festzuschreiben.
Solche Visualisierungen eröffnen Gespräche:
über Akzeptanz, über Chancen, über regionale Identität und über die Frage, wie Industrie- und Energiestandorte Teil einer positiven Zukunft werden können.
Unser Beitrag: Zukunft visualisieren
Wir von loomn / Zukunfts-Perspektiven haben das Zukunftsbild Wilhelmshaven im Rahmen der Zusammenarbeit mit Reinventing Society visuell umgesetzt. Ziel war es, einen komplexen Transformationsprozess in eine klare, optimistische Bildsprache zu übersetzen – als Denkbild, nicht als Bauplan.
Die Visualisierung versteht sich als Impuls: Sie zeigt, dass Energiewende nicht nur technisch lösbar ist, sondern auch räumlich, gesellschaftlich und gestalterisch gedacht werden kann.
Fazit: Ein Standort mit Perspektive
Wilhelmshaven 2045 steht für eine Zukunft, in der industrielle Kompetenz und nachhaltige Entwicklung kein Widerspruch sind. Das Bild zeigt einen Ort, der seine Geschichte ernst nimmt – und daraus neue Möglichkeiten entwickelt.
Ein Zukunftsbild für die Energiewende.
Ein Impuls für Dialog.
Und ein Beispiel dafür, wie Transformation sichtbar werden kann.


